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Andriake Fotografie-Guide
Hafen von Andriake

Andriake
Fotografie-Guide

Acht Fotospots in einem antiken Hafen, einem römischen Getreidespeicher, einer restaurierten Zisterne, einem aktiven Fischerhafen und einem Vogelparadies im Feuchtgebiet — mit Hinweisen zu Objektiv, Timing und Bildkomposition für jeden Spot.

📖 8 Min. Lesezeit📅 Aktualisiert März 2026✍️ Von Deniz

Warum Andriake ein Paradies für Fotografen ist

Andriake bietet als Fotomotiv etwas Seltenes an der Lykischen Küste: einen einzigen Ort, an dem Sie monumentale römische Architektur, stimmungsvolle Innenräume, archäologische Texturen im Makrobereich, einen lebendigen mediterranen Hafen, Vogelwelt der Feuchtgebiete und einen Sonnenuntergang über Kekova Island fotografieren können — alles innerhalb eines 20-minütigen Spaziergangs. Die meisten Besucher kommen mit dem Handy und gehen mit Schnappschüssen. Dieser Guide richtet sich an alle, die mit echten Fotografien nach Hause fahren möchten — egal, ob Sie mit einem spiegellosen Vollformatsystem oder mit einem geschulten Blick am Smartphone fotografieren.

Das Gelände teilt sich natürlich in zwei Bereiche. Der archäologische Bereich — Hadrians Getreidespeicher (das Museum der Lykischen Zivilisationen), die restaurierte Zisterne, die Murex-Muschelhügel und die Ruinen des antiken Hafens — entfaltet seine Schönheit im frühen Morgenlicht und bei Weitwinkelaufnahmen. Die Küstenzone — der Hafen Çayağzı, der Strand und das Feuchtgebiet — erwacht zu den Randzeiten des Tages zum Leben: bei Sonnenaufgang über den Fischerbooten, bei Sonnenuntergang hinter der Insel Kekova und in der goldenen Stunde dazwischen, wenn die Feuchtgebietsvögel am aktivsten sind.

Dieser Guide behandelt acht spezifische Fotospots in Andriake in der Reihenfolge, wie Sie sie bei einem ganztägigen Fotoshooting vom Morgen bis zum Abend antreffen würden. Jeder Eintrag enthält die beste Tageszeit, den empfohlenen Objektivbereich und Kompositionsideen.

Ausrüstung & Einstellungen Kurzübersicht

Empfohlene Ausrüstung für Andriake
📷
Weitwinkel
16–24 mm
📸
Standard-Zoom
24–70mm
🔭
Teleobjektiv
200 mm+ (Vögel)
🍄
Makro / 50mm
Für Muschel & Detail
🚬
Stativ
Für Zisterne & Sonnenaufgang
📱
Smartphone
Für die meisten Orte geeignet

Haben Sie nicht die ganze Ausrüstung? Ein Smartphone bewältigt die Spots 1, 2, 4, 7 und 8 sehr gut. Die Zisterne (Spot 2) profitiert von jedem Ultra-Weitwinkel-Modus. Die Feuchtgebietsvögel (Spot 6) sind das einzige Motiv, das wirklich ein Teleobjektiv erfordert. Bei allem anderen kommt es mehr auf das richtige Timing und die Position an als auf die Ausrüstung.

Die acht Fotospots

1. Hadrians Getreidespeicher / Museumsfassade

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Der perfekte Shot: Roms Getreidespeicher im ersten Licht
☀️ Morgendliche goldene Stunde 📷 16–24mm Weitwinkel ⏱️ 07:00–09:00

Die Fassade von Hadrians Granarium ist nach Osten ausgerichtet, wodurch das morgendliche goldene Licht warmes, gerichtetes Licht über die massive Steinoberfläche wirft. Dies ist das fotogenste Bauwerk in Andriake — 2.307 Quadratmeter restaurierter römischer Ingenieurskunst, mit der Hadrian-Inschrift, die über dem Eingang sichtbar ist.

Bildkomposition: Beziehen Sie eine menschliche Gestalt für den Größenvergleich mit ein — das Gebäude ist vor Ort täuschend groß und wirkt auf Fotos ohne Referenzpunkt flach. Fotografieren Sie vom Weg aus 30–40 Meter zurück für eine vollständige Ansicht der Fassade. Für Detailaufnahmen eignen sich sowohl die Inschriftentafel als auch die Türbögen gut bei 35–50mm. Vom seitlichen Winkel (nordwestliche Ecke) aus können Sie die archäologische Landschaft hinter dem Gebäude mit einbeziehen.

2. Die restaurierte Zisterne (Innenbereich)

2
Unterirdische Symmetrie: Bögen und Wasserspiegelungen
🌓 Zu jeder Tageszeit 📷 16–24mm (Weitwinkel unerlässlich) 🚬 Stativ empfohlen

Die restaurierte Zisterne ist Andriakes visuell beeindruckendster Innenraum — denken Sie an eine kleinere, ruhigere Verwandte der Basilika-Zisterne in Istanbul. Beleuchtete Gehwege führen zwischen Reihen steinerner Bögen hindurch, und stehendes Wasser auf dem Boden erzeugt Spiegelungen, die die architektonische Geometrie verdoppeln.

Komposition: Positionieren Sie sich zwischen zwei Säulenreihen für maximale Symmetrie — die sich wiederholenden Bögen schaffen eine natürliche Führungslinie in die Tiefe. Ein Weitwinkelobjektiv (16–20mm) ist unerlässlich, um die gesamte Breite zu erfassen. Fotografieren Sie aus niedriger Position — von Kniehöhe oder tiefer — um die Wasserspiegelungen zu betonen. Die künstliche Beleuchtung ist konstant, daher ist dies eine gute Option für Innenaufnahmen an bewölkten Tagen oder während der Mittagshitze. Ein Stativ mit langsamen Verschlusszeiten (1/4–1s) glättet die Wasseroberfläche für glasklarere Spiegelungen.

3. Purpurschnecken-Muschelhügel

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Antike Industrie im Miniaturformat: Belege für die Purpurfarbstoff-Produktion
☀️ Morgens oder bei bedecktem Himmel 🍄 Makro / 50mm + Weitwinkel ⏱️ 08:00–10:00

Neben dem Museumsgebäude zeugen gewaltige Haufen zerdrückter Murex-Schneckenschalen von Andriakes industrieller Produktion des tyrischen Purpurs — des teuersten Farbstoffs der antiken Welt. Dieses Motiv funktioniert gleichzeitig in zwei Maßstäben.

Makro (50mm oder näher): Einzelne Schalenstrukturen, die spiralförmige Geometrie, die blassen Innenflächen. Diffuses Licht oder offener Schatten verhindert harte Schatten auf den feinen Details. Eine geringe Schärfentiefe isoliert eine einzelne Schale vor dem Hügel dahinter — ein Bildausschnitt, der die Geschichte des Purpurfarbstoffs in einem einzigen Bild erzählt.

Weitwinkel: Treten Sie zurück und fotografieren Sie den gesamten Hügel mit dem Getreidespeicher-Gebäude im Hintergrund. Das schafft Kontext — diese Schalen sind nicht dekorativ, sondern das Abfallprodukt einer ganzen Industrie. Morgenseitenlicht von Osten streicht über die Schalenoberflächen und verleiht Struktur.

4. Antiker Hafen & Schiffsrekonstruktion

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Wo die Getreideschiffe anlegten: Holz und Stein
☀️ Nachmittag 📸 35–50mm Standard ⏱️ 14:00–16:00

Das hölzerne Nachbau eines Handelsschiffes, das innerhalb der archäologischen Stätte neben den Agora-Ruinen positioniert ist, schafft einen seltenen Rahmen, der ein dreidimensionales Objekt in eine antike Landschaft einfügt. Das Nachmittagslicht aus dem Westen wärmt den Holzrumpf und wirft lange Schatten durch die Agora-Säulen.

Bildkomposition: Das Schiff funktioniert am besten als Mittelgrund-Element — fotografieren Sie aus 10–15 Meter Entfernung mit Agora-Steinen im Vordergrund und dem Getreidespeicher im Hintergrund. Eine Brennweite von 35–50mm komprimiert die Ebenen auf natürliche Weise. Wenn Sie Besucher mit einbeziehen, die das Schiff betrachten, macht der menschliche Maßstab die Szene sofort verständlich. Dies ist auch der ideale Standort, um das Museumsgebäude aus einem weniger konventionellen Winkel zu fotografieren — von der Hafenseite aus statt vom offiziellen Eingang.

5. Hafen Çayağzı bei Sonnenaufgang

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Fischerboote und ruhiges Wasser: Ein arbeitender Mittelmeerhafen
🌅 Sonnenaufgang 📸 24–70mm Zoom ⏱️ 05:30–07:00 (Sommer)

Der Hafen von Çayağzı bei Sonnenaufgang ist Andriakes stimmungsvollster Ort. Bunte Fischerboote und Ausflugsgulets liegen im stillen Wasser vor Anker, Spiegelungen verdoppeln die Szenerie, warmes Licht aus dem Osten fängt sich in den bemalten Rumpfwänden. Das ist ein Motiv, das aus jedem Jahrhundert stammen könnte — die Boote haben sich verändert, aber der Hafen, die Berge dahinter und die Qualität des Lichts sind geblieben.

Bildkomposition: Kommen Sie 20 Minuten vor Sonnenaufgang an. Positionieren Sie sich auf der Westseite des Hafens mit Blick nach Osten — die Sonne geht hinter den Bergen auf und wirft sanfte Farben über den Himmel, bevor sie erscheint. Niedrige Winkel vom Kai aus maximieren die Wasserspiegelungen. Falls Fischer bei der Arbeit sind, verleihen sie dem Bild menschlichen Kontext — aber stören Sie nicht und inszenieren Sie nichts. Ein 24–70mm Zoom bietet die Flexibilität, zwischen weiten Hafenpanoramen und engeren Bootsdetails zu wechseln. Wenn Sie in Andriake campen, ist dies ein 5-minütiger Spaziergang vom Campingplatz entfernt.

6. Feuchtgebiet & Vogelfotografie

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149 Arten: Schilfgürtel, Reiher und die Kekova-Kulisse
🌅 Morgengrauen oder vor Sonnenuntergang 🔭 200mm+ Teleobjektiv (Vögel) / 📸 Weitwinkel (Landschaft) ⏱️ 06:00–08:00 oder 17:00–19:00

Das Andriake-Feuchtgebiet — wo der Demre-Fluss ins Meer mündet — beherbergt 149 dokumentierte Vogelarten. Für die Vogelfotografie ist dies ein erstklassiger Platz: Beobachtungshütten entlang des Feuchtgebietsrandes bieten stabile, verdeckte Aufnahmepositionen. Für Landschaftsfotografie ist das Feuchtgebiet bei Sonnenuntergang mit der Silhouette der Insel Kekova in der Ferne einer der schönsten Weitwinkel-Motive an der lykischen Küste.

Vögel (Teleobjektiv 200mm+): Geduld ist das wichtigste Objektiv. Graureiher, Eisvögel, Stelzenläufer und Silberreiher sind ganzjährige Bewohner und relativ vorhersagbar. Die Frühjahrsmigration (April–Mai) bringt Bienenfresser und Blauracken — schnell, farbenfroh, herausfordernd. Von den Beobachtungshütten aus gibt Ihnen ein 200–400mm Teleobjektiv auf einem Einbeinstativ Reichweite ohne Gewicht. Fotografieren Sie mit der größten Blende für Bokeh, das den Vogel vom Schilfhintergrund trennt.

Landschaft (Weitwinkel): Der Sonnenuntergangblick vom westlichen Rand des Feuchtgebiets — Schilf im Vordergrund, Wasser im Mittelgrund, die Insel Kekova am Horizont — ist bei klarem Wetter außergewöhnlich. Ein 16–24mm Objektiv bei f/8–f/11 hält alles scharf vom nächsten Schilf bis zur Insel. Beziehen Sie einen silhouettierten Reiher oder Bootsmast mit ein, wenn die Komposition es erlaubt.

7. Sonnenuntergang am Çayağzı-Strand

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Kekova-Insel Silhouette: Das Signature-Foto
🌇 Sonnenuntergang / goldene Stunde 📸 24–70mm ⏱️ 1 Stunde vor Sonnenuntergang

Das ist Andriakes Postkarten-Motiv. Vom westlichen Abschnitt des Çayağzı-Strandes aus geht die Sonne hinter der Kekova-Insel unter und erschafft eine dunkle Silhouette vor orangefarbenem, rosafarbenem und violettem Himmel. Im Vordergrund fügen die Silhouetten von Fischerbooten oder die dunklen Formen gestrandeter Gulets Tiefe und Maßstab hinzu.

Bildkomposition: Kommen Sie mindestens eine Stunde vor Sonnenuntergang für die vollständige Farbentwicklung. Positionieren Sie sich an der Wasserlinie für Spiegelungen im nassen Sand oder treten Sie zurück, um Treibholz, gestrandete Boote oder – mit etwas Glück – ein Lagerfeuer vom Campingplatz mit einzubeziehen. Der 24–70mm-Bereich deckt alles ab, von weiten Panoramen bis zu engeren Inselsilhouetten. Belichtungsreihen sind wichtig: Der Dynamikumfang zwischen dem hellen Himmel und dem dunklen Vordergrund ist extrem. Smartphone-HDR-Modi bewältigen das überraschend gut.

8. Details entlang des Weges

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Wildblumen, Pfauen und antike Texturen
🌞 Jederzeit 🍄 50–85mm Porträt / Makro Offener Schatten bevorzugt

Zwischen den wichtigsten Spots ist der Pfad durch die archäologische Stätte reich an kleineren Motiven, die ein langsameres Auge belohnen. Wildblumen durchbrechen im Frühling (März–Mai) das antike Mauerwerk — rote Mohnblumen vor grauem Kalkstein sind eine verlässliche und beeindruckende Kombination. Katzen patrouillieren das ganze Jahr über durch die Ruinen. Ziegen wandern durch das Buschland. Und auf dem Museumsgelände posieren die ansässigen Pfauen gelegentlich auf antiken Säulenkapitellen — ein so unwahrscheinlicher Rahmen, dass er inszeniert wirkt, aber er ist es nicht.

Technik: Ein 50–85mm Festbrennweite bei f/2 oder f/2.8 erzeugt cremiges Bokeh, das diese kleinen Motive vor der antiken Kulisse isoliert. Offener Schatten oder bedeckte Bedingungen verhindern harte Schatten auf zarten Blütenblättern. Für Steintexturen — verwitterte Inschriften, geschnitzte Reliefs, Säulenkannelierungen — enthüllt Seitenlicht (früher Morgen oder später Nachmittag) Oberflächentiefe, die flaches Licht verbirgt.

🌱 Von Deniz

Mein Lieblingsfoto in Andriake entsteht immer bei Sonnenuntergang — das orangefarbene Licht, das vom Strand aus auf die Silhouette der Insel Kekova fällt, mit den dunklen Umrissen der Fischerboote im Vordergrund. Aber das überraschendste Motiv, das ich hier je eingefangen habe, war auf dem Museumsgelände: ein Pfau, der auf einem antiken Säulenkapitell landete und sein Rad vor einer 2.000 Jahre alten Steinmauer schlug. Seit drei Jahren versuche ich, dieses Foto zu wiederholen. Die Pfauen sind immer noch da. Sie kooperieren nur nicht auf Kommando.

Empfohlener Fotografie-Tagesplan

📷 Ganztägiger Fotoplan

05:30–07:00 — Hafen Çayağzı bei Sonnenaufgang (Standort 5). Kommen Sie 20 Minuten früher an. Ruhiges Wasser, warmes Seitenlicht.

07:00–09:00 — Spaziergang zu Hadrians Getreidespeicher (Spot 1). Morgendliche goldene Stunde an der nach Osten ausgerichteten Fassade. Anschließend Purpurschnecken-Muscheln (Spot 3) im weichen Seitenlicht.

09:00–10:30 — Zisterne von innen (Punkt 2) und Wegdetails (Punkt 8). Innenbereich — konstante Beleuchtung, unabhängig von der goldenen Stunde.

10:30–14:00 — Pause. Besuchen Sie die Museumsgalerien für Inhalte (nicht foto-optimiert), schwimmen Sie am Strand oder essen Sie am Hafen. Das Mittagslicht ist hart und flach — gönnen Sie Ihren Augen und Ihrem Sensor eine Pause.

14:00–16:00 — Antiker Hafen & Schiffsrekonstruktion (Station 4). Warmes Nachmittagslicht aus Westen.

17:00–19:00 — Feuchtgebietsvögel (Standort 6). Die goldene Stunde beginnt. Teleobjektiv für Vögel, dann wechseln Sie zum Weitwinkel für die Landschaft.

19:00–20:00 — Strand-Sonnenuntergang (Spot 7). Der Höhepunkt. Bleiben Sie, bis die letzten Farben verblassen.

Wenn Sie nur einen halben Tag zur Verfügung haben, wählen Sie entweder die Morgensequenz (Standorte 1–3 und 5) oder die Abendsequenz (Standorte 6–7). Der Morgen eignet sich besser für Architekturaufnahmen; der Abend ist ideal für stimmungsvolle Landschaftsbilder.

🌱 Von Deniz

Wenn Sie sich für einen Zeitpunkt und eine Aufnahme entscheiden, kommen Sie in der letzten Stunde des Tageslichts. Stellen Sie sich an das westliche Ende des Strandes, blicken Sie zur Insel Kekova und warten Sie ab. Der Himmel wird alles für Sie erledigen. Keine Objektivempfehlung nötig – jede Brennweite funktioniert. Keine Kompositionsregel – jeder Winkel ist wunderschön. Seien Sie einfach da, und das Licht wird das Foto für Sie finden.

Beste Jahreszeiten für die Fotografie

Frühling (April–Mai): Die fotogenste Jahreszeit überhaupt. Wildblumen überall in der archäologischen Stätte, Zugvögel bevölkern das Feuchtgebiet, weiches goldenes Licht und fast keine anderen Besucher in Ihren Aufnahmen. Die grüne Vegetation bildet einen wunderschönen Kontrast zur hellen Kalkstein-Architektur. Zu dieser Zeit sind auch die Pfauen am aktivsten.

Sommer (Juni–August): Die dramatischsten Sonnenauf- und -untergangsfarben, aber brutal hartes Mittagslicht und Hitzeflimmern, das entfernte Details weichzeichnet (die Sicht auf die Insel Kekova leidet darunter). Fotografieren Sie ausschließlich zu den Tagesrandzeiten und ruhen Sie sich mittags aus. Der Hafen ist am belebtesten mit Booten – farbenfroher, aber auch unruhigere Bildkompositionen.

Herbst (September–Oktober): Dramatische Wolkenformationen, Herbstvogelzug im Feuchtgebiet, sich vertiefende goldene Lichtstimmung und weniger Besucher. Die Lichtqualität steht dem Frühling in nichts nach und bietet mehr atmosphärische Textur. Dies ist wohl der beste Monat für die perfekte Sonnenuntergangsaufnahme.

Winter (November–März): Nebel steigt aus dem Feuchtgebiet auf, stimmungsvolle graue Himmel, regengetränkter Stein, der Farben und Texturen intensiviert. Die Stätte ist praktisch menschenleer. Die kürzeren Tage komprimieren die goldenen Stunden. Wenn Sie atmosphärische, melancholische Landschaften mögen, ist Andriake im Winter bemerkenswert — bringen Sie jedoch wetterfeste Ausrüstung für Ihre Kamera mit.

Praktische Hinweise

Stative: Können im archäologischen Freigelände und in der Zisterne frei verwendet werden. Kleine Reisestative werden im Museumsgebäude meist toleriert; professionelle Stative in voller Größe könnten die Aufmerksamkeit des Personals auf sich ziehen. Blitzlicht im Museum ist nicht gestattet.

Drohnen: Nicht erlaubt über dem archäologischen Gelände (geschütztes Kulturerbe). Am Strand und im Feuchtgebiet sind Drohnenflüge technisch mit Genehmigungen möglich, aber während der Nistzeit der Unechten Karettschikdröte (Mai–September) wird dringend davon abgeraten. Prüfen Sie die aktuellen Bestimmungen vor dem Flug.

Zugang: Für die archäologische Stätte und das Museum gibt es einen kombinierten Eintrittspreis (Museum Pass wird akzeptiert). Der Strand, Hafen und das Feuchtgebiet sind kostenfrei zugänglich. Für Sonnenaufgangsaufnahmen am Hafen (Spot 5) müssen Sie nicht in den kostenpflichtigen Bereich – der Hafen ist öffentlich zugänglich.

Mücken: Das Feuchtgebiet bedeutet Mücken von Juni bis September, besonders bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang — genau dann, wenn Sie für das beste Licht dort sind. Bringen Sie Mückenschutz mit und tragen Sie ihn auf, bevor Sie sich aufbauen. Nichts ruiniert eine Langzeitbelichtung wie das Schlagen nach den Knöcheln.

Kombination mit Myra: Falls Sie auch die antike Stadt Myra fotografieren (5 km nördlich), nehmen Sie die nach Osten ausgerichteten Felsengräber von Myra am Morgen auf und kommen dann am Nachmittag und zur Sonnenuntergangszeit nach Andriake. Die beiden Stätten ergänzen sich visuell perfekt — vertikale Felsfassaden in Myra, horizontale Hafenarchitektur in Andriake.

Deniz Demre
Verfasst von
Deniz

Mitte der 1990er Jahre in Demre geboren und aufgewachsen — Kind einer Bauernfamilie, die Orangen und Paprika auf demselben Schwemmlandboden anbaut, der das antike Myra begrub. Nach dem Studium in Istanbul lebe ich jetzt in London, doch Demre lässt einen nie wirklich los. Ich bin Hobbyhistoriker mit einer Schwäche für lykische Felsgräber, römische Getreidelogistik, byzantinische Kirchenpolitik, osmanische Provinzakten und — neuerdings — die überraschend dramatische Geschichte der Britischen Inseln. Diese Seite ist meine Art, den Ort, an dem ich aufgewachsen bin, mit Menschen zu teilen, die ihn mit den Augen der Einheimischen sehen möchten.

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Common Questions

Über das Fotografieren in Andriake

Die Speicher und Museumsfassade sind nach Osten ausgerichtet — fotografieren Sie zur morgendlichen goldenen Stunde (07:00–09:00 Uhr). Der Hafen ist bei Sonnenaufgang am schönsten für ruhige Spiegelungen. Der Strandsonnenuntergang mit der Silhouette der Insel Kekova erreicht seinen Höhepunkt in der letzten Lichtstunde. Die Zisterne befindet sich im Innenbereich und eignet sich zu jeder Zeit. Feuchtgebietsvögel sind bei Morgendämmerung und vor Sonnenuntergang am aktivsten.

Ein Smartphone bewältigt die meisten Bereiche gut. Für professionelle Fotografie: 16–24 mm Weitwinkel (Getreidespeicher, Zisterne), 24–70 mm Zoom (Hafen, allgemeine Aufnahmen), 200 mm+ Teleobjektiv (Wasservögel), und optional ein Makro- oder 50-mm-Objektiv für Details von Muscheln und Wildblumen. Stativ empfehlenswert für das Innere der Zisterne und Sonnenaufgangsaufnahmen.

Nicht über dem archäologischen Gelände – es handelt sich um eine geschützte Kulturerbe-Zone. Am Strand und im Feuchtgebiet könnte es mit entsprechenden Genehmigungen möglich sein, aber Drohnenflüge in Strandnähe während der Schildkröten-Nistzeit (Mai–September) sind dringend nicht empfohlen. Informieren Sie sich vor Ort über die aktuellen Bestimmungen.

Kleine Reisestative sind in der Regel kein Problem; große professionelle Stative können die Aufmerksamkeit des Personals auf sich ziehen. Blitzfotografie ist im Inneren nicht erlaubt. Die Zisterne gehört zum Außenbereich – dort können Stative frei verwendet werden. Im Zweifelsfall fragen Sie einfach am Eingang nach.

Frühling (April–Mai) für Wildblumen, Zugvögel und weiches Licht. Herbst (September–Oktober) für dramatische Himmel und goldene Töne. Sommer für intensive Sonnenauf- und -untergänge, aber hartes Mittagslicht. Winter für atmosphärischen Nebel und stimmungsvolle Bedingungen. Frühling und Herbst sind insgesamt am besten geeignet.

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