
Kekova
& Simena
Wo ein Erdbeben aus dem 2. Jahrhundert eine ganze Stadt im Mittelmeer versenkte — und Sie die Ruinen noch heute unter der Wasseroberfläche sehen können.
Ein Ökosystem aus Geschichte und Meer
Kekova ist nicht nur eine Insel — es ist ein ganzes Ökosystem, in dem eine versunkene antike Stadt, eine byzantinische Bergfestung und ein ruhiger Fischerhafen in einer der außergewöhnlichsten Schutzlandschaften des Mittelmeers zusammenkommen.
Die Region Kekova umfasst drei verschiedene , die einst rund um diese geschützte Bucht blühten: Dolichiste an der Südküste der Insel Kekova (heute teilweise versunken), Simena auf dem Hügel, der heute als Kaleköy bekannt ist, und Teimiussa am Standort des heutigen Dorfes Üçağız. Alle drei waren Mitglieder des , der antiken demokratischen Föderation, die diese Küste Jahrhunderte vor Rom regierte.
Im 2. Jahrhundert n. Chr. versenkte ein verheerendes Erdbeben die südliche Küstenlinie von Dolichiste im Meer — Häuser, Treppen, Hafenmauern und Wasserzisternen versanken in den Fluten. Heute sind diese Ruinen unter kristallklarem Wasser sichtbar und machen Kekova zu einer der besterhaltenen Unterwasser-Ausgrabungsstätten im Mittelmeer. Das Gebiet wurde 1990 zum Besonderen Schutzgebiet (SPA) erklärt — eines der ersten in der Türkei.
Über dem Wasser thront die Burg Simena auf dem Hügeldorf Kaleköy — einer autofreien Siedlung, die nur per Boot oder zu Fuß erreichbar ist, wo lykische Sarkophage in Gartenmauern eingelassen sind und schmale Steinpfade an byzantinischen Ruinen vorbeiführen. Am westlichen Ende der Bucht dient Üçağız (das antike Teimiussa) als Ausgangspunkt für Bootstouren und wurde 2025 als UNWTO Best Tourism Village ausgezeichnet.
Als ich in Demre aufgewachsen bin, begann jeder Sommer mit einer Bootstour nach Kekova. Doch die meisten Touristen sehen nur das, was die Standardtouren ihnen zeigen. Die wahre Magie liegt im richtigen Timing – wenn Sie vor 9 Uhr morgens bei der versunkenen Stadt ankommen, ist das Wasser spiegelglatt und Sie können einzelne Treppenstufen zwei Meter unter der Wasseroberfläche zählen. Und falls möglich, übernachten Sie in Kaleköy: Nachdem das letzte Ausflugsboot abgefahren ist, verwandelt sich das Dorf in einen völlig anderen Ort.
Highlights von Kekova
Drei Städte, eine Bucht
Praktische Informationen
Tipps für Ihren Besuch
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Häufig gestellte Fragen
Nicht in der Schutzzone der versunkenen Stadt — dort sind Schwimmen und Tauchen seit 1990 verboten. Aber Bootstouren beinhalten Schwimmstopps in nahegelegenen Buchten wie Tersane (Werft-Bucht) und Akvaryum-Bucht, die kristallklares, türkisfarbenes Wasser bieten, das perfekt zum Schnorcheln geeignet ist. Alle Badebuchten ansehen →
Die Preise variieren je nach Bootstyp. Gemeinschaftstouren ab Üçağız beginnen bei 3.000 TL pro Person (ca. 55 €, Ganztag, Mittagessen inklusive). Ein privates Boot beginnt ab 10.000 TL (ca. 200 €). Private Charter liegen zwischen 270–720 € je nach Dauer. Vollständiger Preisvergleich →
Ohne zu zögern. Kekova bietet eine Kombination, die Sie nirgendwo sonst in der Türkei finden werden: antike Ruinen, die unter dem Meer sichtbar sind, ein autofreies Bergdorf mit einer Burg und eine geschützte Bucht von außergewöhnlicher natürlicher Schönheit. Ob Sie mit dem Boot, Kajak oder zu Fuß nach Simena gelangen – es ist eines der unvergesslichsten Erlebnisse an der türkischen Küste.
Nein — das Tauchen ist seit 1990 verboten, als Kekova zum Besonderen Schutzgebiet erklärt wurde. Die gute Nachricht ist, dass das Wasser so klar ist, dass Sie die Ruinen von Booten und Kajaks aus sehen können. Eine Polarisationssonnenbrille verbessert die Sicht von oben erheblich.
Fahren Sie mit dem Auto oder nehmen Sie einen Dolmuş zum Dorf Ucagiz (35 km, etwa 40 Minuten über eine malerische Bergstraße). Die meisten Bootstouren starten vom Hafen in Ucagiz. Einige Ausflugsboote fahren auch vom Hafen Çayağzı in Demre ab, falls Sie nicht selbst fahren möchten. Von Antalya aus dauert die gesamte Anreise etwa 2,5 Stunden.
Mai–Juni und September–Oktober sind ideal für angenehme Temperaturen, warmes Wasser und überschaubare Besucherzahlen. Für die klarste Sicht auf die versunkene Stadt sollten Sie an einem ruhigen Morgen vor 10:00 Uhr fahren – Wind und Bootswellen verringern die Unterwassersichtbarkeit am Nachmittag.
Ja – Simena ist der antike lykische/römische Name, Kaleköy (wörtlich „Burgdorf") der moderne türkische Name. Es handelt sich um denselben Ort: die Festung auf dem Hügel, das winzige antike Theater, die lykischen Sarkophage, die in den Dorfgärten verstreut liegen, und die autofreien Steinwege gehören alle zu dem, was einst das antike Simena war.