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Verborgene lykische Ruinen bei Demre
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Verborgene lykische Ruinen bei Demre
Kyaneai, Soura, Trysa & Istlada

✍️ Von Deniz📖 11 Min. Lesezeit📅 Aktualisiert im September 2026

Vier Ruinen, kein Ticketschalter

Im Umkreis von vierzig Autominuten um Demre liegen vier lykische Stätten ohne Ticketschalter, ohne Beschilderung – und an den meisten Tagen ohne einen einzigen weiteren Besucher.

Myra bekommt die Reisebusgruppen – und das zu Recht: Theater und Felsgräber bilden das besterhaltene Ensemble ihrer Art in ganz Lykien. Doch das Hinterland des Städtchens ist voller weiterer antiker Siedlungen, und vier davon liegen nah genug und sind gut genug erhalten, um einen ganzen Vormittag zu füllen: Kyaneai auf seinem Bergrücken über Yavu, Soura mit seiner Orakelquelle am Rand des Feuchtgebiets, das schmucklos zurückgebliebene Heroon von Trysa über Gölbaşı sowie die Felsgräber von Istlada und Hoyran mit ihrem Blick hinunter auf Kekova.

Keine dieser Stätten ist auf die spektakuläre Art beeindruckend wie Myra. Was sie stattdessen bieten, sind Dimensionen, die Sie ganz allein durchwandern – und in Kyaneai und Istlada Steinmetzarbeiten, die allem am Felshang von Myra ebenbürtig sind, nur ohne dass jemand davor steht.

Dieser Guide zeigt Ihnen, was an jeder Stätte tatsächlich erhalten ist, wie Sie hinkommen, wie viel Zeit Sie einplanen sollten und welches Ziel sich lohnt, wenn Sie nur einen halben Tag Zeit haben. Wie diese Orte im Vergleich zu den großen Städten des Lykischen Bundes — Xanthos, Patara, Olympos — abschneiden, erfahren Sie unter Lykische Städte im Vergleich.

⚠️ Bitte zuerst lesen

Keine dieser vier Stätten verfügt über ein Ticketbüro, einen Wächter, Toiletten, einen Wasserhahn oder einen markierten Weg. Der Mobilfunkempfang ist bei Kyaneai und Trysa lückenhaft. Sie brauchen ein eigenes Fahrzeug – zu keiner dieser Stätten fährt ein Dolmuş – außerdem festes Schuhwerk, mehr Wasser, als Sie glauben zu benötigen, und eine Offline-Karte. Sagen Sie jemandem, wohin Sie unterwegs sind. Und wagen Sie sich bei Nässe nicht an Kyaneai oder die Akropolis von Soura: Dieser Kalkstein wird dann spiegelglatt.

Stätte Ab Demre Fahrzeit Fußweg Zeitbedarf Lohnt sich für
Kyaneai 28 km · Yavu, an der Straße nach Kaş 40 Min. 30–40 Min. bergauf 2–3 Std. Über 300 Sarkophage entlang eines Bergrückens, ein Theater, völlige Einsamkeit
Soura 6 km · neben dem Feuchtgebiet von Andriake 15 Min. 10–20 Min. 1,5–2 Std. Die Quelle des Fischorakels und eine erhaltene byzantinische Fassade
Trysa 18 km · oberhalb des Dorfes Gölbaşı 30 Min. 20–25 Min. 1–1,5 Std. Ein leerer Grabbezirk mit einem berühmten, heute fehlenden Fries
Istlada & Hoyran 20 km · an der Straße nach Üçağız 35 Min. 5–15 Min. 2–3 Std. Felsgräber im Hausstil und das Panorama über Kekova

Kyaneai

Kyaneai erstreckt sich entlang eines Bergrückens oberhalb des Dorfes Yavu, 28 km von Demre an der Straße nach Kaş. Es war nie eine große Stadt – eine einzige Stimme im Lykischen Bund – aber sie beherrschte einen langen Grat, und die Menschen, die hier lebten, bestatteten ihre Toten über dessen gesamte Länge. Das Ergebnis ist eine Nekropole, durch die Sie zwanzig Minuten wandern können, ohne ihr Ende zu erreichen: mehr als dreihundert Sarkophage und Felsgräber, fast alle unausgegraben, die meisten noch dort, wo sie einst aufgestellt wurden.

Der griechische Name verweist auf kyanos, dunkelblau – üblicherweise erklärt mit der Farbe des einheimischen Gesteins, wobei es ebenso gut sein kann, dass griechische Ohren hier einen älteren lykischen Namen auf ihre Weise wiedergaben.

Was Sie in Kyaneai sehen

Das Theater ist das eigentliche Prunkstück: rund zwanzig in den Hang geschlagene Sitzreihen, weitgehend erhalten, mit Wacholder und Kermes-Eichen, die zwischen den Rängen emporwachsen, und den gestaffelten Bergketten im Hintergrund. Entlang des Bergkamms finden Sie die Stadtmauern aus mächtigen Quaderblöcken, Zisternen, Hausfundamente und die Reste einer Kirche.

Doch die Gräber sind der eigentliche Grund für den Besuch. Sie ziehen sich über die gesamte Länge des Bergrückens — Sarkophage mit spitzem Deckel auf Sockeln, Kammergräber, die direkt in die Felswand geschlagen wurden, und schlichte Nischengräber zu Hunderten. Viele tragen griechische Inschriften, einige wenige lykische. Nichts ist abgesperrt, und nichts ist beschildert — darin liegt zugleich der Reiz und das Problem: Es liegt ganz allein bei Ihnen, nicht auf den Gräbern herumzuklettern.

Anfahrt nach Kyaneai

Fahren Sie nach Yavu und parken Sie im Dorf. Der Aufstieg beginnt hinter den Häusern und ist nicht ausgeschildert — fragen Sie im Teehaus nach, dort wird man Ihnen den Weg zeigen. Es sind etwa 2 km und 30 bis 40 Minuten stetiger Aufstieg auf einem unbefestigten Pfad, nahezu die gesamte Strecke ohne Schatten.

Der Frühling ist die beste Zeit: Die Gräber liegen dann inmitten von Wildblumen, und der Aufstieg ist gut zu bewältigen. Die Mittagsstunden zwischen Juni und September sollten Sie hingegen ganz vermeiden — eine Übersicht Monat für Monat finden Sie unter die beste Reisezeit für Demre.

📍
Entfernung
28 km von Demre entfernt · ca. 40 Minuten mit dem Auto, über das Dorf Yavu
🥾
Ohne Voranmeldung
~2 km, 30–40 Min. bergauf von Yavu · ohne Schatten, unebener Untergrund
🏛️
Highlights
Theater (~20 Sitzreihen), über 300 Sarkophage, Quadermauern, Zisternen, Kirchenruine
⏱
Zulassen
2–3 Stunden vor Ort, zuzüglich Auf- und Abstieg
🎟️
Eintritt
Kein Ticketschalter, keine Gebühr, keine Einrichtungen, kein Museumspass erforderlich
📅
Beste Reisezeit
April–Mai und Oktober–November
Das Theater von Kyaneai — etwa zwanzig Sitzreihen, größtenteils erhalten, mit den Bergen im Hintergrund
Der Kammweg von Kyaneai – Sarkophage und behauene Steinblöcke liegen verstreut im Buschwerk
💡 Deniz' Tipp

Nehmen Sie vom Theater aus den Pfad über den Höhenrücken nach links, anstatt denselben Weg zurückzugehen. Zehn Minuten weiter liegt eine Reihe von Sarkophagen, die die meisten Besucher nie zu sehen bekommen – weil sie am Theater umkehren. Und erst von dort öffnet sich der Blick hinunter über die Ebene von Kasaba richtig. Anderthalb Liter Wasser pro Person sind das Minimum, und tragen Sie einen Hut: Auf diesem Höhenrücken gibt es nirgends Schatten.

Soura

Soura – Sie werden auch die Schreibweise Sura finden, so heißt nämlich das Dorf – ist von den vier Stätten die Demre am nächsten gelegene und mit Abstand die eigenartigste. Es war eigentlich gar keine Stadt, sondern ein Heiligtum: der Sitz eines Apollon-Orakels, bei dem die Zukunft aus dem Verhalten von Fischen gelesen wurde.

Antike Autoren beschreiben das Ritual, und die Beschreibung ist erstaunlich detailliert. Die Priester warfen auf Spieße gestecktes Fleisch in die Quelle neben dem Tempel. Was daraufhin danach schnappte – und auf welche Weise –, war die Antwort: Bestimmte Fische bedeuteten das eine, andere etwas anderes, und ein Fisch, der das Fleisch packte und davonschleppte, verhieß nichts Gutes. Aus ganz Lykien kamen die Menschen hierher, um ihre Fragen zu stellen.

Was von Soura übrig ist

Drei Dinge, an drei Orten – und Sie sollten sie alle sehen.

Unten auf dem flachen Gelände neben dem Schilfsumpf liegen die Fundamente des Apollon-Heiligtums und die Quelle selbst, die den größten Teil des Jahres über noch Wasser führt. Im Frühling ist der Boden ringsum sumpfig, und im Hochsommer reicht das Schilf über Kopfhöhe – deshalb ist dies der Bereich, den die meisten Besucher auslassen.

Den Hang hinauf steht eine verfallene byzantinische Kirche, deren Bogenfassade sich noch deutlich vom Hügel abhebt. Es ist das eindrucksvollste erhaltene Bauwerk an allen vier dieser Stätten – und ein Beleg dafür, dass der Ort noch lange Bedeutung hatte, nachdem das Orakel verstummt war.

Darüber liegt die Akropolis: lykische Felsgräber, die in die Felsvorsprünge geschnitten sind, ein Pfeilergrab mit spitzem Deckel, freistehende Sarkophage – einer davon mit einem in den Deckel gemeißelten Löwen – und beschriftete Stelen, die dort liegen, wo sie einst umstürzten. Von dort oben können Sie dem Feuchtgebiet mit dem Blick bis hinaus zum Meer bei Çayağzı folgen.

Anfahrt nach Soura

Die Abzweigung ist leicht zu übersehen: ein Feldweg auf der rechten Seite, kurz vor dem Dorf Sura, wenn Sie aus Demre kommen. Parken Sie dort, wo sich der Weg verbreitert. Der Aufstieg zur Akropolis ist kurz, aber steil und der Untergrund ist locker.

Soura ist zugleich eine Etappe des Lykischen Wegs durch Demre — etwa anderthalb Stunden auf einem markierten Küstenpfad von Andriake aus und mit Abstand die schönste Art, dorthin zu gelangen.

📍
Entfernung
~6 km vom Zentrum Demres entfernt · 15 Min. mit dem Auto · oder 1,5 Std. zu Fuß von Andriake
🥾
Ohne Voranmeldung
10–20 Min.; kurzer, steiler Aufstieg über losen Untergrund zur Akropolis
🏛️
Highlights
Apollon-Heiligtum und Orakelquelle, byzantinische Kirchenfassade, Felsgräber, Löwensarkophag
⏱
Zeitbedarf
1,5–2 Stunden für alle drei Ebenen der Anlage
🎟️
Eintritt
Frei zugänglich, nicht eingezäunt, keine Einrichtungen
📅
Beste Reisezeit
Jede Jahreszeit – im Herbst lässt sich das Sumpfgebiet jedoch am leichtesten begehen
Die Bogenfassade der byzantinischen Kirche von Soura, die sich noch heute vor dem Berghang erhebt
Ein lykisches Pfeilergrab am Akropolis-Hang oberhalb des Heiligtums
Das Feuchtgebiet unterhalb von Soura, dessen Kanal zur Bucht bei Çayağzı hinausführt — die Orakelquelle liegt am Rand dieses Sumpfes
💡 Deniz' Tipp

Kommen Sie am späten Nachmittag. Die Kirchenfassade ist nach Westen ausgerichtet, und etwa eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang fällt das Licht direkt durch den Bogen. Und lassen Sie den kurzen Abstieg zur Quelle nicht aus, nur weil der Boden uneben wirkt — das Orakel ist der eigentliche Grund, warum es diesen Ort überhaupt gibt, und am Becken zu stehen, an dem die Menschen einst mit ihren Fragen kamen, ist ein paar schlammige Schuhe allemal wert.

Trysa

Trysa ist jener Ort, zu dem ich die Leute zuletzt schicke – und erst dann, wenn sie alle anderen gesehen haben. Denn das, was diese Stätte einst so außergewöhnlich machte, steht heute in Wien.

Im 4. Jahrhundert v. Chr. ließ hier jemand Wohlhabendes ein Heroon errichten: eine ummauerte Grabanlage, deren Innenwände mit rund 150 Metern Reliieffries geschmückt waren. Amazonen, Kentauren, die Sieben gegen Theben, Theseus, Bellerophon, der Fall Trojas, eine Jagdszene, ein Gastmahl. Es war eines der reichsten Bildprogramme ganz Lykiens – und es stand auf einer Anhöhe über einem Dorf mit gerade einmal ein paar Hundert Einwohnern.

1881 und 1882 dokumentierte der österreichische Archäologe Otto Benndorf die Anlage, ließ den gesamten Fries heraussägen und nach Wien verschiffen, wo er sich seitdem im Kunsthistorischen Museum befindet. Die Türkei fordert ihn zurück.

Was heute dort zu sehen ist

Die Umfassungsmauern, stellenweise noch fast in ihrer ursprünglichen Höhe. Das Grab selbst. Fundamente, Sarkophage, behauene Steinblöcke, die im Gras liegen – und eine kiefernbewachsene Hügelkuppe mit weitem Blick über die Ebene.

Das ist wirklich alles, und ob sich die Fahrt lohnt, hängt davon ab, ob Sie ein leerer Rahmen berührt. Mich berührt er — man kann in der Umfassung stehen und genau sehen, wo jede einzelne Platte saß, auf Augenhöhe, und gerade das Fehlen ist der springende Punkt. Falls Ihnen das als dürftiger Grund erscheint, zwei Stunden zu investieren: Das ist es auch. Fahren Sie stattdessen nach Kyaneai.

Anreise nach Trysa

Die Stätte liegt oberhalb des Dorfes Gölbaşı, etwa 18 km von Demre entfernt und rund 30 Minuten Fahrtzeit. Lassen Sie das Auto im Dorf stehen und wandern Sie durch den Kiefernwald hinauf – 20 bis 25 Minuten, und deutlich gemütlicher als der Aufstieg nach Kyaneai. Ein GPS-Punkt hilft Ihnen mehr als Wegweiser, denn Wegweiser gibt es hier keine.

📍
Entfernung
~18 km von Demre entfernt · etwa 30 Autominuten, über Gölbaşı
🥾
Ohne Voranmeldung
20–25 Min. bergauf durch Pinienwald · schattig und unkompliziert
🏛️
Highlights
Heroon-Bezirk aus dem 4. Jahrhundert v. Chr., Grabmal, Ausblick vom Hügel – Fries heute in Wien
⏱
Einplanen
1–1,5 Stunden inklusive Fußweg
🎟️
Eintritt
Frei zugänglich, nicht eingezäunt, keine Einrichtungen
📅
Beste Reisezeit
Ganzjährig – der Kiefernbestand macht sie auch im Sommer gut begehbar
ℹ️ Wo der Fries geblieben ist

Der Trysa-Fries befindet sich seit den 1880er-Jahren im Kunsthistorischen Museum in Wien, und stets war nur ein Teil davon dauerhaft ausgestellt. Wenn Sie nach Trysa fahren, sehen Sie sich die Reliefplatten am besten schon zu Hause an. Ein paar Fotos auf Ihrem Handy verwandeln die leere Umfassungsmauer von einem Steinhaufen in einen Raum, den Sie in Gedanken einrichten können.

Istlada

Istlada liegt an der Straße nach Üçağız und Kekova, etwa 20 km von Demre entfernt, beim Dorf Kapaklı. Es war eine kleine Bauernsiedlung und niemals eine Stadt des Lykischen Bundes – und genau dieser gewöhnliche Maßstab macht den Zwischenstopp so lohnend: So lebten die meisten Lykier tatsächlich, im Gegensatz zu den vier oder fünf Städten, die alle fotografieren.

Erhalten hat sich die Nekropole – und sie ist außerordentlich sehenswert. Hausförmige Gräber sind in den Felsen geschnitten, ihre Fassaden so gemeißelt, dass sie eine Holzkonstruktion nachahmen: vorstehende Balkenköpfe, gerahmte Türöffnungen, die giebelförmigen Deckel – alles in Stein, alles die Nachbildung eines Holzhauses, das seit 2.400 Jahren niemand mehr gesehen hat. Sie liegen am Rand des Dorfes zwischen Olivenbäumen, fünf Minuten zu Fuß vom Parkplatz entfernt.

Hoyran

Hoyran ist der nächste Bergrücken und die beiden werden stets gemeinsam besucht. Auch hier finden Sie eigene Gräber und Sarkophage sowie eine Handvoll alter Dorfhäuser aus Stein, doch der eigentliche Grund für den Aufstieg ist die Aussicht: der gesamte Archipel von Kekova breitet sich unter Ihnen aus — die lange Insel, der Kanal, die Bucht für Bucht, und dahinter das geschützt gelegene Üçağız. Es ist der schönste kostenlose Aussichtspunkt der Region — und meist sind Sie dort ganz allein.

Planen Sie zwei Stunden für beide Stätten ein, wenn Sie die Gräber und die Aussicht sehen möchten – drei Stunden, wenn Sie zwischen ihnen wandern wollen. Der Lykische Weg führt hier entlang, der Pfad zwischen den beiden Bergrücken ist daher markiert.

Anfahrt nach Istlada und Hoyran

Nehmen Sie die D400 in Richtung Kas und biegen Sie nach Ucagiz und Kapakli ab. Die Zufahrtswege sind schmal und teilweise unbefestigt, doch mit einem normalen Pkw sind sie bei angemessenem Tempo gut zu bewältigen. Parken Sie besser im Dorf, anstatt zu versuchen, bis zu den Gräbern hinaufzufahren.

Gut kombinierbar mit einer Bootstour: Üçağız liegt nur fünfzehn Minuten weiter an derselben Straße – morgens die Gräber, nachmittags das Meer, so ergibt sich ein runder Tagesausflug.

📍
Entfernung
ca. 20 km von Demre entfernt · 35 Minuten mit dem Auto, über die Straße nach Üçağız
🥾
Ohne Voranmeldung
5–15 Min. vom Dorf entfernt; markierter Wanderweg des Lykischen Wegs zwischen den beiden Bergrücken
🏛️
Highlights
Hausförmige Felsgräber in Istlada, Sarkophage und das Kekova-Panorama von Hoyran aus
⏱
Erlaubt
2–3 Stunden für beide
🎟️
Eintritt
Kostenlos, nicht eingezäunt, keine Einrichtungen
📅
Beste Reisezeit
Frühling für Wildblumen; klare Wintertage für die Aussicht
Hausförmige Felsgräber in Istlada – Steinfassaden, die nachgeahmte Holzbalkenenden zeigen
Der Kekova-Archipel vom Hoyran-Bergrücken aus gesehen – dahinter, hinter den Inseln, liegt Ucagiz
💡 Deniz' Tipp

Der Aussichtspunkt von Hoyran blickt in etwa nach Süden über die Inseln – mittags wirkt das Licht daher flach und dunstig, am schönsten ist es in den ersten beiden Stunden nach Sonnenaufgang oder in der letzten Stunde vor Sonnenuntergang. Wenn Sie nur eines von beiden schaffen: Istlada lohnt sich wegen des Reliefs, Hoyran wegen der Aussicht – und wenn Sie sich wirklich entscheiden müssen, ist das Relief das Seltenere von beidem.

Welches Ziel sollten Sie wählen?

Wenn Sie nur einen halben Tag haben: Soura. Fünfzehn Minuten vom Ort entfernt, die beste Geschichte der vier – und Sie können den Besuch mit Andriake und dem Strand von Çayağzı verbinden, ohne das Auto zweimal umparken zu müssen.

Wenn Sie jenen Ort suchen, der sich wie eine echte Entdeckung anfühlt: Kyaneai. Die Anfahrt ist die längste und es ist der einzige wirkliche Aufstieg – und genau dieser Ort ist es, über den mir Besucher hinterher schreiben.

Wenn Sie mit jemandem reisen, der sich nicht sonderlich für Ruinen begeistert: Istlada und Hoyran. Die Gräber sind in zwanzig Minuten erkundet, der Blick auf Kekova macht die restliche Überzeugungsarbeit überflüssig – und das Mittagessen in Üçağız ist nicht weit.

Wenn Sie die berühmten Stätten bereits abgehakt haben und nun das Außergewöhnliche suchen: Trysa.

Wenn Sie kleine Kinder dabeihaben: Ehrlich gesagt keine davon. Der Boden ist überall uneben, in Kyaneai und auf der Akropolis von Soura gibt es keinen Schatten, und nichts ist abgesperrt. Die Strände von Demre sind eine deutlich bessere Idee für diesen Tag.

ℹ️ Fahrt planen

Für alle vier benötigen Sie ein Auto — Mietwagen-Tipps finden Sie unter Anreise nach Demre. Wenn Sie die Route lieber fertig geplant hätten: Route 4 unseres Tagesausflug-Guides verbindet Soura, Kyaneai und Istlada zu einem einzigen Tag, und die interaktive Karte zeigt, wo jeder dieser Orte liegt. Weitere Fotos von allen vieren finden Sie in der Galerie.

Deniz Demre
Verfasst von
Deniz

Mitte der 1990er Jahre in Demre geboren und aufgewachsen — Kind einer Bauernfamilie, die Orangen und Paprika auf demselben Schwemmlandboden anbaut, der das antike Myra begrub. Nach dem Studium in Istanbul lebe ich jetzt in London, doch Demre lässt einen nie wirklich los. Ich bin Hobbyhistoriker mit einer Schwäche für lykische Felsgräber, römische Getreidelogistik, byzantinische Kirchenpolitik, osmanische Provinzakten und — neuerdings — die überraschend dramatische Geschichte der Britischen Inseln. Diese Seite ist meine Art, den Ort, an dem ich aufgewachsen bin, mit Menschen zu teilen, die ihn mit den Augen der Einheimischen sehen möchten.

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Common Questions

Verborgene lykische Ruinen bei Demre

Ja, für alle vier. Kein Dolmuş fährt nach Kyaneai, Trysa oder Istlada, und obwohl Soura nahe genug liegt, um von Demre aus mit dem Taxi hinzukommen, müssten Sie die Rückfahrt anschließend selbst organisieren. Ein Mietwagen oder ein Scooter ist hier die praktische Lösung. Die einzige Ausnahme ist das Wandern: Soura liegt direkt am Lykischen Weg und ist von Andriake aus in etwa eineinhalb Stunden zu Fuß erreichbar.

Nein. Keine der vier Stätten verfügt über ein Ticketbüro, einen Zaun oder Öffnungszeiten, und keine ist im Museum Pass enthalten – es gibt also nichts zu bezahlen. Es gibt dort allerdings auch keine Toiletten, kein Trinkwasser, keine Cafés und kein Aufsichtspersonal. Bringen Sie daher alles mit, was Sie benötigen, und nehmen Sie Ihren Abfall wieder mit.

Kyaneai – sofern Sie für einen 30–40-minütigen Aufstieg fit genug sind und den größten Teil eines Vormittags erübrigen können: über 300 Sarkophage, die sich entlang eines Bergrückens aufreihen, ein gut erhaltenes Theater und mit größter Wahrscheinlichkeit kein anderer Mensch vor Ort. Wenn die Zeit oder die Beine nicht mitspielen: Soura liegt nur fünfzehn Minuten vom Zentrum von Demre entfernt und bietet die Orakelquelle sowie die noch stehende Fassade einer byzantinischen Kirche.

Zwei davon. Soura liegt direkt am Demre-Abschnitt des Lykischen Wegs, etwa anderthalb Stunden Fußmarsch von Andriake entlang der Küste entfernt. Der markierte Pfad verläuft außerdem zwischen Istlada und Hoyran, sodass sich diese beiden Bergrücken zu Fuß verbinden lassen. Kyaneai können Sie als Abstecher vom Weg einplanen – allerdings ist das ein langer.

April–Mai sowie Oktober–November. Im Frühling blühen die Wildblumen bis hinauf zu den Nekropolen von Kyaneai und Istlada, und die Aufstiege bleiben angenehm; der Herbst schenkt Ihnen klares Licht und trockenen Boden rund um die Quelle bei Soura. Juli und August sind eine echte Herausforderung – in Kyaneai und auf der Akropolis von Soura gibt es überhaupt keinen Schatten. Der Winter ist an trockenen Tagen durchaus reizvoll, doch nach Regen wird der Kalkstein gefährlich glatt.

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